GaragensanierungFröhler

Boden und Estrich

Garagenboden und Estrich sanieren

Bei älteren Garagen können Boden und Estrich nachgeben. Ob eine punktuelle Reparatur reicht oder eine größere Sanierung nötig ist, hängt vom Zustand ab. Die Arbeiten können für sich stehen oder Teil einer kompletten Garagensanierung sein.

Warum der Boden nachgibt

Ein Garagenboden trägt das Fahrzeug, dazu Feuchte, Frost und oft auch auftauendes Salz. Ebenso kann sich der Untergrund bewegen oder die Kante an der Schwelle ausbrechen. Keiner dieser Punkte muss der Grund sein. Ohne den Boden gesehen zu haben, lässt sich die Ursache nicht festlegen.

Ist der Garagenboden beschädigt, kann die Oberfläche, der Estrich oder die Platte betroffen sein. Ihn instand zu setzen kann eine örtliche Reparatur sein. Es kann auch heißen, den Garagenboden zu renovieren und die nutzbare Schicht neu aufzubauen.

Schadensbilder

Was an einem Garagenboden sichtbar werden kann. Keines davon muss vorliegen, und keines hat für sich allein eine Ursache.

  1. Risse

    Risse im Garagenboden können in der Oberfläche oder tiefer im Estrich liegen. Länge und Verlauf sagen mehr als das Wort Riss allein.

  2. Abplatzungen

    Kleine Stücke lösen sich aus der Fläche, oft an Kanten oder an Stellen, die schon hohl lagen.

  3. Ausbrüche

    Größere Fehlstellen, an denen der Aufbau fehlt. Hier reicht ein Überstreichen nicht.

  4. Absandende Oberfläche

    Bröckelt der Garagenboden, gibt die Fläche Sand ab oder löst sich in Schollen. Eine Beschichtung auf dieser Schicht hält nicht.

  5. Schäden an der Schwelle

    Die Kante zum Ausgang bricht aus oder liegt nicht mehr auf der Höhe der Einfahrt.

  6. Unebenheiten

    Mulden, in denen Wasser stehen bleibt, oder Aufwölbungen unter dem Rad.

  7. Feuchtigkeit

    Nasse Stellen, Ausblühungen oder ein Boden, der nicht abtrocknet. Die Feuchte kann von unten oder von der Einfahrt kommen. Das wird unterschieden, nicht vorausgesetzt.

Mögliche Arbeiten

Kein festes Paket. Einen beschädigten Garagenboden zu reparieren ist der kleinere Eingriff. Ein flächig zerstörter Estrich wird eher erneuert. Was davon zutrifft, steht erst nach dem Ansehen des Bodens fest.

  1. Beschädigte Bereiche entfernen

    Nur das, was lose oder zerstört ist.

  2. Untergrund vorbereiten

    Der verbleibende Boden muss tragfähig und sauber genug für die nächste Schicht sein.

  3. Schadstellen ausbessern

    Örtliche Fehlstellen werden geschlossen, wenn der übrige Estrich fest ist.

  4. Zementestrich erneuern

    Den Estrich in der Garage erneuern, wenn er flächig nicht mehr trägt. Ein Zementestrich wird auf den vorbereiteten Untergrund gebracht.

  5. Bodenflächen vorbereiten

    Die Fläche wird so hergestellt, dass sie wieder befahren werden kann.

  6. Anschlüsse zur Schwelle

    Höhe und Kante müssen zur Schwelle passen, sonst bleibt eine Stufe oder eine offene Fuge.

  7. Übergänge zum Vorbereich

    Der Boden endet an der Einfahrt. Der Übergang wird mit angearbeitet.

  8. Oberfläche für eine spätere Beschichtung vorbereiten

    Wenn eine Beschichtung folgen soll, muss der Untergrund fest sein. Die Beschichtung selbst gehört nicht zu jeder Bodensanierung.

Boden, Estrich, Oberfläche

Drei Schichten, die im Alltag oft in einem Wort stecken.

  • Betonboden

    Die tragende Platte. Sie nimmt die Last des Fahrzeugs auf. Nicht jede Unebenheit und nicht jeder Riss sitzt in dieser Platte.

  • Estrich

    Die Schicht darüber. In einer Garage ist das häufig ein Zementestrich. Ein Garagenestrich muss fest mit dem Untergrund verbunden sein, sonst bricht er unter dem Rad aus.

  • Oberfläche

    Das, was befahren wird: der Estrich selbst oder eine spätere Beschichtung. Eine Beschichtung hält nur, wenn der Untergrund nicht absandet und nicht lose ist.

Wo der Boden endet

Schwelle

Der Boden endet an der Schwelle, dem Übergang von der Garage zur Einfahrt. Beschädigte Kanten sitzen oft genau dort. Eine spätere spätere Anpassung des Pflasters braucht einen Anschluss, der in Höhe und Tragfähigkeit passt. Der Schwellenbereich wird getrennt vom Estrich beurteilt.

Entwässerung und Gefälle

Wasser soll vom Boden weg, nicht in die Garage. Dafür zählen das Gefälle der Fläche, der Vorplatz und, wo sie sitzt, eine Entwässerungsrinne. Steht Wasser auf dem Boden oder läuft es von der Einfahrt hinein, gehört das zur Beurteilung. Die Entwässerung selbst ist eine eigene Arbeit.

Teil der Sanierung

Boden und Estrich lassen sich einzeln instand setzen. Laufen Tor, Fassade oder Tor gleichzeitig, ist der Boden ein Abschnitt der ganzen Garagensanierung.

Zur Garagensanierung

Fragen zu Boden und Estrich

Wann muss Garagenestrich erneuert werden?

Wenn der Estrich flächig lose ist, stark absandet, großflächig ausbricht oder als Untergrund nicht mehr trägt. Einzelne Risse oder kleine Abplatzungen bedeuten nicht, dass der gesamte Estrich neu wird.

Kann man Risse reparieren?

Oft ja, wenn der Riss örtlich begrenzt ist und der übrige Estrich fest bleibt. Ob eine Reparatur reicht, hängt von Tiefe, Verlauf und davon ab, ob sich der Untergrund noch bewegt.

Muss der gesamte Boden entfernt werden?

Nein. Beschädigte Bereiche können ausgebaut und ergänzt werden. Ein kompletter Ausbau kommt infrage, wenn der Estrich großflächig nicht mehr hält.

Welche Rolle spielt die Garagenschwelle?

Sie bildet den Übergang zur Einfahrt. Kanten am Boden und die Höhe zur Schwelle müssen zusammenpassen, sonst bleibt eine Stufe oder eine offene Fuge. Die Schwelle wird getrennt vom Boden beurteilt.

Kann der Boden zusammen mit Tor und Fassade saniert werden?

Ja. Bodenarbeiten können mit Tor, Fassade und den übrigen Gewerken in einer Garagensanierung laufen. Sie können auch für sich beauftragt werden.

Boden zuerst ansehen lassen

Ob repariert oder erneuert wird, klärt die Garagenberatung. Der Umfang muss vorher nicht feststehen.